Zehnjähriges!


Vor zehn Jahren bekamen wir mitten unterm Studium das dringende Bedürfnis, eine eigene Band zu gründen. Mit viel Herzblut im Gepäck, garniert mit großen Träumen und vielen Wünschen sprangen wir in die Materie und legten los. Jetzt, Jahre später sehen wir: viele davon haben sich erfüllt, meistens aber viel später, nämlich dann, wenn wir sie schon fast wieder vergessen haben. Manches ist auf der Strecke geblieben und hat Spuren hinterlassen, die uns in neue Richtungen gelenkt haben.


Mit den Jahren ist das organisatorische Gebilde hinter dem ganzen gereift, Claudia und ich sind daran gewachsen und haben viel gelernt. Vor allem, dass es sich lohnt, sich für die eigenen Ideen einzusetzen, Hirngespinste ernst zu nehmen, sie durch die Zentrifuge zu jagen, zu zerlegen und zerpflücken und wieder zusammen zu setzten und am Ende gemeinsam etwas Neues entstehen zu lassen. Weiter machen wir, bis uns die Träumereien ausgehen, so denken wir immer noch.


Lange konnten wir nicht klar definieren, was klingzeug eigentlich für ein Ensemble sein soll. Viele unterschiedliche Besetzungen, viele Programme, zu viel Verschiedenes, um in eine Schublade zu passen. Mittlerweile haben sich die Konturen geschärft und ein paar Grundgedanken haben sich herauskristallisiert : wir wünschen uns, dass viele Menschen unsere Musik so unmittelbar erleben können wie wir auf der Bühne. Dafür brechen wir gern alte Muster auf und experimentieren mit Neuem. Wir sind überzeugt, dass sich viele Arten von Kunst ergänzen und genießen den Austausch mit Menschen, die ganz woanders ihr Wirkungsfeld haben. Alte Musik ist für uns frei von Staub und voll Leben.


So viele Menschen haben uns auf dem bisherigen Weg begleitet und geprägt, durch Unterstützung gleich wie durch Kritik und wir danken euch allen sehr, dass ihr damit Teil unserer Entwicklung wart.


Anna und Claudia


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